Der Content-Workshop gemeinsam Inhalte entwickeln

In einem Content-Workshop können die Anforderungen für eine neue Webseite entwickelt und niedergeschrieben werden. Stelle Dein Kreativteam dabei aus verschiedenen Abteilungen zusammen. 

Viele verschiedene Köpfe haben auch verschiedene Sichtweisen auf die Inhalte Deiner Webseite. Sie können gute Ideen beisteuern oder aber auch bestehende Inhalte kritisch hinterfragen. All das Wissen und die Kreativität fließen in den Content Deiner neuen Webseite ein. Je nachdem wie groß das Unternehmen ist, sollten z. B. Mitarbeiter aus dem Vertrieb, dem Verkauf, der Marketingabteilung oder sogar der PR-Abteilung Teil Deines Teams sein. Unter Umständen kommen auch externe Ansprechpartner wie ein SEO-Experte oder Social Media Manger hinzu. 

Das Unternehmen vorstellen

In einem ersten Schritt sollte allen Beteiligten die Unternehmensphilosophie vorgestellt werden. Gerade, wenn auch externe Ansprechpartner mit im Team sind ist es wichtig, die Werte, Ideen und das Image des Unternehmens vorzustellen. Auch für die eigenen Mitarbeiter kann eine Vorstellung und Darstellung der Unternehmenswerte noch einmal nützlich sein. Ein erstes Treffen sollte in großer Runde stattfinden, so dass sich alle Beteiligten kennenlernen und Fragen offen ausgetauscht werden können.

Im späteren Verlauf macht es aber durchaus Sinn, wenn in kleinen themenspezifischen Teams weitergearbeitet wird. Eine offene und transparente Kommunikation verhindert spätere Verzögerungen im Projekt. Dabei sollten alle die Möglichkeit haben, ihre Themen und Ideen frei kommunizieren zu können.

Den Content Workshop strukturieren

Damit der Content Workshop für alle klar planbar ist, sollte hierfür eine Agenda erstellt werden, die allen Beteiligten im Vorfeld zugeschickt werden sollte.

Als Tagesordnungspunkte können aufgeführt werden:

1. Die Vorstellrunde. Hier haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, sich kurz vorzustellen. Auch wenn es ein notwendiges Übel ist, sollte im ersten Step auch jemand festgelegt werden, der alle wichtigen Punkte im Content Workshop protokolliert.

2. Die Unternehmensziele und Unique Selling Points (USP) vorstellen. Bei diesem Punkt sollte ein Verantwortlicher (z.B. Geschäftsführer, Marketingmitarbeiter) die aktuelle Kommunikationsstrategie vorstellen. So erlangen alle Teilnehmer den gleichen Wissensstand.

3. Den Status Quo vorstellen. Wahrscheinlich wird der Content Workshop durchgeführt, weil eine Entwicklung im Unternehmen vollzogen werden soll. Neben den Unternehmenszielen sollte auch der Status Quo im Rahmen einer ersten Analyse des Ist-Zustands vorgestellt werden. Wichitg ist, dass Probleme und Besonderheiten klar kommuniziert werden. Diese Analyse sollte die bishierigen Kommunikationsmaßnahmen aufführen und gleichzeitig bewertet werden. Welche Maßnahmen funktionieren gut? Was kann noch verbessert werden? Welche Marketingmaßnahmen haben gar nichts gebracht?

4. Wer sind unsere Buyer Personas? Mit einer Buyer Persona wird der Archetyp der Zielgruppe und des Wunschkunden bildlich dargestellt. Fragestellungen wie: Wer ist / sind unsere Zielgruppe/n?  Welche Bedürfnisse hat unser Kunde? Welche Wünsche hat der Kunde? Was erwartet der Kunde von uns und unserem Angebot. Der Buyer Persona können vielfältige Fragen gestellt werden, auf die dann im Team gemeinsam nach Antworten gesucht wird.

5. Sammlung und Auflistung aller gesammelten Ideen und Verbesserungsvorschläge. Hierunter fallen z. B. Wettbewerbsanalyse, Abteilungsgespräche, Kundenbefragung, Brainstormingergebnisse u.ä..

6. Gemeinsam weiterdenken. In einem weiteren Brainstorming werden die gesammelten Vorschläge bewertet und weitergedacht.

7. Bewertung der aktuellen Webseite. Mit dem Wissen aus der Aufstellung der Buyer Persona und der Brainstormings werden die aktuellen Webseiteninhalte bewertet. So kann herausgefunden werden, welche Seiteninhalte noch entwickelt, vertieft oder erneuert werden müssen.

8. Inhalte und Zielgruppen zusammenbringen. Hier empfiehlt sich die Form eines Clusters, in dem aufgeführt wird, welche Inhalte für welche Zielgruppen relevant ist. 

9. Fehlenden Content erstellen. Wo werden welche Inhalte benötigt? Müssen neue Landingspages entwickelt werden? Wie kann die Menüführung verbessert werden, so dass Inhalte schneller gefunden werden. Welche Inhalte gibt es schon, die nur neu platziert werden müssen? Welche Inhlate müssen neu entwickelt werden?

10. Priorisierungsliste erstellen. Die Priorisierungsliste legt fest, welche Inhalte im Rahmen der Content Marketing Strategie mit welcher Priorisierung behandelt werden. Manchmal sind Inhalte schon vorhanden und müssen lediglich aufbereitet werde. Oft jedoch müssen Texte, Grafiken oder Videos komplett neu erstellt werden. Auch der Zeitfaktor sollte in dieser Liste eine Rolle spielen.

 

In einem Content Workshop ergeben sich häufig neue To- dos, die in die geplanten Aufgaben eingepflegt werden müssen. Ein umfänglicher Projektzeitlplan sollte realistisch gestaltet werden. 

Inhalte festhalten

Ein praktikables Tool, um die Workshopergebnisse aufzuschreiben und zu aktualisieren ist eine einfache Excel-Tabelle.

Diese kann die Punkte:

  • Thema
  • Ziel
  • Kunden (B2B / B2C)
  • Zielgruppe
  • Darstellung,
  • Format
  • Webseitenelement
  • Neu / Vorhanden
  • Priorität 

umfassen.

Die Aufgaben nach dem Workshop

Folgende Aufgaben sind nach dem Content Workshop durch die entsprechenden Verantwortlichen zu erledigen:

1. Alle Ergenbisse aus dem Workshop zusammenfassen und in einer Übersicht einpflegen.

2. Erstellen eines Content-Konzepts

3. Kalkulation des Projektes. Aus der Erfahrung heraus  sind mehrere Angebote für Zurbeiten immer der richtige Weg. Die Preise können zum Teil stark variieren. 

4. Projektfreigabe

5. Ergebnisse in den Content Planungs- und Content-Produktionsprozess einfließen lassen

6. Plan erstellen mit Zielen, Kosten, Verantortlichkeiten und Zeithorizont.

7. Content-Produktionsplan aktuell halten und ggf. um neue Themen  ergänzen.

 

Bei allen Durchführungskonzepten sollte ein hauptverantwortlicher Mitarbeiter bestimmt werden. Je nach Themen wird die Zusammenarbeit um Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen ergänzt. 

Die Arbeit in einem Content Workshop bringt die Unternehmenskommunikation nach vorne. Die Kreativität und das Wissen in den eigenen Reihenn wird oftmals unterschätzt. Mit einem strukturierten Blick auf die Ziele und auch auf die Ressourcen im Unternehmen stellt sich häufig heraus, dass viele Inhalte schon vorhanden sind (z. B. Ausführungen für Whitepaper, Studien, Infotexte), diese jedoch nicht strukturiert verwendet wurden. Nach erfolgreicher Durchführung eines Content-Workshops ergeben sich viele gute Ansätze für das anschließende Website-Konzept.