Das richtige Schritbild für den richtigen Anlass

Dieser Blog-Artikel beschäftigt sich mit der Auswahl der richtigen Schrift hinsichtlich der Lesbarkeit und damit, wie Du einen Text gut leserlich aufbaust.
Mit der Legibility beschreibst Du die Lesbarkeit der einzelnen Buchstaben. Diese lässt sich durch Attribute wie die Strichstärke, Serifen und Formeigenschaften beeinflussen. Der Begriff Legibility bezieht sich ausschließlich auf die Form einer Schrift. Ergänzt wird die Beschreibung der Lesbarkeit durch die Readability welche sich z.B. mit Farben und Kontrasten der Schrift beschäftigt. Wenn Dir die Lesbarkeit Deiner Schrift wichtig ist und die dekorativen Aspekte in den Hintergrund rücken können solltest Du folgende Punkte bei der Auswahl berücksichtigen:
Die Schriftart sollte keine besonderen Formen aufweisen.
Dekorative Schriftarten mit Verzierungen oder ungewöhnlichen Proportionen lenken vom eigentlichen Inhalt ab, da das Auge beim Lesen an diesen Punkten hängen bleibt.

Die Laufweite der Schrift
Als Laufweite musst Du Dir den Abstand zwischen den einzelnen Zeichen einer Schrift vorstellen. Dabei gibt es eine einfache Faustformel die Du Dir merken solltest. Für kleine Schriftgrößen musst Du eine größere Laufweite wählen und für große Schriftgrößen kannst Du die Laufweite der Schrift verringern.Kleine Schriften mit enger Laufweite lassen sich schwer lesen. Die einzelnen Buchstaben sind für den Leser schwer zu unterscheiden. Die Reduzierung der Laufweite bei großen Schriftgrößen hingegen verdeutlicht den Zusammenhang der Buchstaben eines Wortes und erleichtert das Lesen.

Versuche schmale Buchstaben zu vermeiden
Sehr schmale Buchstaben erschweren den Lesefluss. Dem Leser fällt es schwer, einzelne – sich ähnlich sehende Buchstaben – wie z.B. „c“ und „e“ zu unterschieden.
Die Readability einer Schriftart bezieht sich nicht auf einzelne Zeichen, sondern auf deren Kombination in einem Text. Genauer gesagt betrachtest Du bei der Radability die Lesbarkeit eines Textes in seiner Gesamtheit. Dabei werden auch die Punkte Gewichtung, Größe, Ausrichtung, Farbe etc. mit bewertet. Zunächst solltest Du Dir das Schriftbild betrachten und überlegen, welche Größen Du für den Fließtext und die Überschriften wählen möchtest.

Für einen Fließtext in Zeitschriften, Broschüren oder Büchern eignet sich eine Fließtextgröße von 8 bis 11 Punkt. Überschriften können durch einen anderen Schriftschnitt, durch Farbe oder Größe hervorgehoben werden. In der Gestaltung der Überschriften bist Du freier.

Beim Schreiben des Textes solltest Du den Flattersatz verwenden und nach Möglichkeit auf den Blocksatz verzichten. Texte im Blocksatz enden immer genau am Rand des Textblocks. Unter Umständen führt das dazu, dass wenige Wörter einer Zeile verzerrt werden und die Laufweiten der Buchstaben nicht mehr passen.

Wählst Du aber die links- oder rechtsbündige Ausrichtung Deines Textes bist Du auf der sicheren Seite. Um dem Leser das Lesen weiter zu vereinfachen achtest Du darauf, dass sich die Zeilenlängen abwechseln. Die Zeilenhöhe ist ein weiterer wichtiger Punkt, den Du nicht außer Acht lassen solltest. Liegen die Zeilen eng beieinander, fällt es dem Leser schwer, von einer Zelle in die nächste zu springen.

Wenn Du Dir merkst, dass die Zeilenhöhe ca. 120% – 130% des Schriftgrades betragen sollte bist Du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Verwendest Du den Schriftgrad 10pt ergibt sich daraus eine Zeilenhöhe von 12-13pt. Sehr schmale Buchstaben erschweren den Lesefluss. Dem Leser fällt es schwer, einzelne – sich ähnlich sehende Buchstaben – wie z.B. „c“ und „e“ zu unterschieden.

Mit der Auswahl der passenden Schrift befasst sich mein Blogbeitrag „Wie finde ich die passende Schrit für mein Projekt?“
Welche Schriften verwende ich für welche Medien für gute Lesbarkeit